
Man weiß eigentlich gar nicht, ob es das wirklich gibt. Das „Gute-Laune-Gespenst“ vom Hirschberg. Aber es gibt Leute, zum Beispiel Heike, die behaupten, es ganz deutlich gespürt zu haben. Die Tür wäre auch ganz von selbst aufgegangen. Aber die alte Türklinke hat noch nie richtig geschlossen. Die Tür ist auch von allein wieder zugefallen? Naja, vielleicht hat der Wind die Stalltür wieder zugeweht. Jedenfalls war Heike traurig. Heimweh hatte sie und schlechte Laune. Sie schlich in den Pferdestall, um sich von dem Pony „Flapsi“ trösten zu lassen. Sie vergrub ihr Gesicht in der zotteligen Mähne und weinte ein bißchen. Ja, jetzt kommt’s! Das „Gute-Laune-Gespenst“ will keine Tränen sehen.
Ganz deutlich konnte Heike hören, wie es in der Nachbarbox kicherte. Dann kicherte es in der Sattelkammer. Dann kamen Monika und Antje in den Stall und kicherten auch. Robert und Reinhard kamen zum Füttern und kicherten ebenfalls. Plötzlich war ein Kichern, Meckern und Grölen im Stallgang, die schlechte Laune war verschwunden. Heike behauptet heute noch, das kleine Pony „Flapsi“ hätte ganz deutlich gegrinst.





