Wanderreiten
Hirschberg, 2015/2016
"Reif für die Insel" – ein Nordseeabenteuer
Reif für die Insel

Freitag:
16 Uhr Treffen auf einem Reiterhof in Cuxhaven. Kleiner Ausritt. Italienischer Abend mit Chianti und Grappa.

Samstag:
Ritt durch das Nordseewatt zur Hallig. Abends gemeinsames Grillen auf dem Reiterhof.

Sonntag:
Mehrstündiger Ausritt durch die Heide zu einem Reservat für Wildpferde und Wildrinder. Am frühen Nachmittag Rückreise in die Heimat.

Leistungen:
2 Übernachtungen, VP, o.g. Ritte, Rittführung, Getränke exklusive.

Erzählung eines Gastes

„Schon bei unserer Ankunft an der Nordsee war sie zu spüren, eine leichte Nervosität, ein Kribbeln, überspielt vom fröhlichen Gelächter beim ersten gemeinsamen Abendessen. Als es dunkel wird, greift Wolli zur Gitarre. Ein schöner Abend, doch wie wird es sein, morgen im Watt. In den Gesichtern mischen sich Vorfreude und Aufregung, schließlich ist Reif für die Inseles für alle eine Premiere. Wir nähern uns dem Strand. Man schmeckt einen salzigen Hauch auf den Lippen und spürt eine stärker werdende Brise. Einmal tief durchatmen, dann gibt der Wald den Blick auf den Strand frei: Blauer Himmel und Sand soweit das Auge reicht. Die Hallig ist nur schemenhaft am Horizont zu erkennen. Schon formieren sich in unserer Nähe die ersten Wattwagen, die voll beladen mit Urlaubsgästen, den gleichen Weg vor sich haben wie wir. Die einheimische Rittführerin mahnt zur Eile, die Ebbe läßt uns nur ein kurzes Zeitfenster, um zur Insel und zurück zu gelangen. Beim Anblick der 30m breiten Priele und der ersten Kutschpferde, die bis auf Brusthöhe im Wasser verschwinden, zeigen sich selbst auf Roberts Stirn tiefe Falten, aber zum Umkehren ist es zu spät. Mit klopfendem Herzen vertrauen wir uns unseren Pferden an, die wie selbstverständlich durch das tiefer werdende Wasser marschieren. Am tiefsten Punkt des ersten Priels reicht uns das Salzwasser bis zu den Knien. Das nur ja kein Pferd anfängt zu schwimmen bei der starken Strömung! An trockene Füße ist jetzt nicht mehr zu denken, aber beim Blick auf die glitzernde Wasseroberfläche ist klar, um keinen Preis der Welt würden wir den Sattel mit einem Platz in der sicheren Kutsche tauschen. Unsere Pferde arbeiten sich weiter vor in Richtung Hallig. Trabstrecken durch flaches Wasser und Priele wechseln sich ab. Auf der Insel angekommen werden wir mit heißen Getränken empfangen. Was für ein besonderes Gefühl das sichere Ufer erreicht zu haben. Als wir den Heimweg antreten, hat sich das Wasser weiter zurückgezogen und gibt uns Gelegenheit zu ausgedehnten Galoppstrecken. Zurück auf dem Festland platzen wir fast vor Stolz – was für ein Tag!“